Glossar: Jobsuchmaschinen

Ilka Berrit Rösner
September 2022

Jobsuchmaschinen stellen wie „normale“ Suchmaschinen (Google, Bing, Ecosia, Yahoo usw.) Suchergebnisse – in diesem Fall Stellenanzeigen – zusammen, nach denen ein*e User*in mit einer konkreten Stichworteingabe gesucht hat. Hierzu benutzen sie sogenannte Crawler, die z. B. Karriereseiten, Jobbörsen und Landingpages nach bestimmten Kriterien durchsuchen, um die gefundenen Einträge dann in der eigenen Seitenumgebung als Trefferlisten auszugeben.

Klicken Nutzer*innen eine Anzeige in einer solchen Trefferliste an, gelangen sie zum entsprechenden Stellenportal – je nachdem, von wo die Stellenanzeige gecrawlt worden ist.

Nutzen von Jobsuchmaschinen für Jobsuchende und Arbeitgeber

Jobsuchmaschinen bieten ihren Nutzer*innen eine portal- und seitenübergreifende Zusammenstellung von Stellenangeboten, ohne dass sie die einzelnen Portale ansteuern müssen.

Und wenn Arbeitgeber*innen ihre Karriereseiten technisch entsprechend fit machen, sodass die Suchmaschinencrawler fündig werden, ist kostenlose Reichweite für ihre Stellenanzeigen der positive Effekt.

Zusätzlich zu der kostenlosen, automatischen Erfassung von Stellenangeboten bieten einige Jobsuchmaschinen kostenpflichtige Zusatzleistungen an, die die Performance der Stellenanzeigen optimieren. Indeed z. B. ermöglicht Premium-Schaltungen, bei denen sich die Platzierung in den Trefferlisten verbessert, die Anzeige also bevorzugt ausgespielt wird.

Kostenlos, reichweitenstark, automatisch: Alles super – oder doch nicht

Die vornehmlich automatisierten Prozesse und Funktionen von Jobsuchmaschinen führen leider dazu, dass eine manuelle Einflussnahme auf die Qualität der Suchergebnislisten kaum möglich ist. Wenn ein Unternehmen seine Anzeigen z. B. auf mehreren Portalen und auf der Karriereseite online stellt, kann dies dazu führen, dass dieselbe Stellenanzeige von einer Jobsuchmaschine mehrfach aufgeführt wird. Auch mit der Aktualität der Anzeigen nehmen Jobsuchmaschinen es oftmals nicht so genau: Der Klick auf eine Anzeige führt ins Leere, da die Anzeige auf dem Ursprungsportal schon offline gegangen ist, der Crawler der Jobsuchmaschine aber nicht live arbeitet.

Welche Jobsuchmaschinen gibt es?

Die Zahl der Jobsuchmaschinen steigt: Inzwischen gibt es im deutschsprachigen Raum circa 50 aktive Jobsuchmaschinen, die sich zum Teil auch fachspezifisch ausgerichtet haben. Nur die größeren von diesen bieten Premium-Angebote, da dafür auch eine entsprechende Infrastruktur und Kundenbetreuung vorliegen muss.

Zu diesen großen Jobsuchmaschinen zählen abgesehen von Indeed beispielsweise Kimeta, Jobrapido, Careerjet und Gigajob.

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